Bestimmung - Sein Eigentum von Mycha Chick - Buchvorstellung

03:00

Mycha Chick hat mit "Bestimmung - Sein Eigentum" den ersten Teil der Reihe komplett überarbeitet neu veröffentlicht.

Kurzbeschreibung:
...Ich war sein Eigentum.
McKinley würde ab heute über mein Leben bestimmen.
Es spielte keine Rolle, ob mir das nun gefiel oder nicht.
Ich wurde nicht gefragt.

War es rechtens, dass mich das derart erregte?...

(Ende des 19. Jahrhunderts)

Alexandra ist gerade mal 15 Jahre alt, als ihre Mutter bei einem tragischen Unfall stirbt. Ihr bis dahin recht beschauliches Leben verändert sich schlagartig. Ihre Stiefbrüder schikanieren sie, ihr Stiefvater verfällt der Trunksucht. Die Schulden der Familie werden immer größer. Um den drohenden Ruin zu verhindern, wird Alexandra schließlich in die Ehe verkauft. Ausgerechnet an den Großindustriellen Richard McKinley, der überall für seine Härte und Brutalität bekannt ist. Alexandra bleibt keine Wahl, sie fügt sich in ihr Schicksal und tut, was man von ihr erwartet.
Richard McKinley allerdings verlangt mehr von seiner Angetrauten als nur die üblichen Dienste eines Eheweibs. Er fordert ihren bedingungslosen Gehorsam und ihre absolute Unterwerfung. Im Ehebett und im Alltag. Stück für Stück richtet er sich die schüchterne junge Frau zu seiner 24/7-Sklavin ab und führt sie in seine dunkle Welt aus Schmerz, Hingabe und Lust ein.
Alexandra lernt seine Dominanz und seine Strenge zu schätzen, denn McKinley gibt ihr gleichzeitig endlich ein Zuhause. Einen Ort, an dem sie geschätzt, geliebt und beschützt wird. Immer stärker gerät sie in seinen Bann und fügt sich seinem Willen.
Bis sie bei einer seiner Forderungen an ihre Grenzen stößt und vor ihm flieht...

Ein BDSM Roman, der unter die Haut geht.
Direkt und unverblümt.
Für Leser ab 18 Jahren.


Meinung:
Das Cover ist sehr schlicht gehalten, macht dadurch aber auch neugierig und durch die, an den Händen gefesselte Frau, hat man gleich eine Vorstellung, um was es in dem Buch geht.
Das ist auch gut so, das dieses Buch ein genialer BDSM Roman ist. Hier wird nichts geschönt oder verharmlost, was ich sehr gut finde.
Mycha Chick nimmt uns mit in eine Zeit, in der es noch keine Technik gibt. Sie erzählt uns die Geschichte von Alexandra und wie aus ihre eine Sklavin wird. Am Anfang zwar nicht aus ganz freien Stücken, aber sie findet ihre Erfüllung und ihr Glück in ihrer Rolle. Man erlebt, wie sie ihren Herrn liebt, verehrt, aber auch fürchtet. 
Der direkte und flüssige Schreibstil der Autorin hat ihr übriges dazu beigetragen, dass mich diese Story von Beginn an gefesselt hat. Ich habe mit Alexandra mit gelitten und sie bewundert. 
Ich lese gerne härtere Geschichten und daher war diese mal wieder ein Genuss. 

Fazit:
Heftig, direkt und nichts für Zartbesaitete, aber für alle anderen ein Muss!

Leseprobe:
Dann kam er, der große Moment. Alle hatten sich im Gotteshaus versammelt und standen auf, als ich die Heiligen Hallen betrat. Vater führte mich den Gang entlang, Richtung Altar, Musik ertönte. Es war, als würde ich durch einen dunklen Tunnel gehen, an dessen Ende Licht erstrahlte. Ich nahm niemanden mehr wahr, konzentrierte mich einzig auf meinen Weg und blendete den Rest aus. Anmutig und so elegant wie möglich schritt ich voran, bis das Ziel erreicht war. Der Priester sah auf mich herab, die Musik verstummte. Nur von ihm war noch immer nichts zu sehen. Ich stand vor dem festlich geschmückten Altar und konnte das ungeduldige Raunen der Menge hören. Einige lachten höhnisch. Ich wollte nur noch im Erdboden versinken. Diesmal hielt ich die Tränen nicht auf, meine Schande war zu schmerzhaft. Warum tat er mir das an? Sekunden dehnten sich zu qualvoll langen Minuten, ich regte mich nicht. Drehte mich nicht um, atmete kaum, mein Herz drohte zu zerspringen. Seit Mutters Tod hatte ich mich nicht mehr derart verlassen gefühlt... Plötzlich kehrte absolute Stille ein. Ich spürte ihn, lange bevor er mich sanft berührte. Er war da. Richard McKinley war gekommen! »Du siehst wunderschön aus, Kleines! Hast du mich vermisst?«, raunte er mir zu, meine Knie wurden weich. Ich keuchte vor Erleichterung auf, nur mit Mühe riss ich mich zusammen, ihm nicht um den Hals zu fallen. Nur seine Hand in meinem unteren Rücken bewahrte mich davor, umzukippen. Jetzt würde alles gut werden! Als Richard McKinley mit seinem »Ja, ich will!« alle Zweifel wegwischte, und ich mit der gleichlautenden Antwort unsere Ehe bestätigte, brach Jubel aus. So sehr er gefürchtet war in unserer kleinen Gemeinde, gleichermaßen kuschten alle vor ihm. Niemand würde es wagen, ihm offenkundig entgegenzutreten. McKinley war ein angesehenes Mitglied der Oberklasse, jeder zollte ihm Respekt. Auch wenn wohl keiner seine Entscheidung verstand, ausgerechnet mich zu heiraten, gratulierten sie ihm. Er erstrahlte im Licht, wurde bewundert von allen – ich verkroch mich hinter ihm und war fortan sein Schatten. Jetzt und für alle Zeit. McKinley hob meinen Schleier an, seine Lippen trafen auf meine. Unter dem Beifall der Menge küsste er mich, seine Zunge plünderte meinen Mund. Noch nie war ich mit solch einer Leidenschaft geküsst worden. Es war überhaupt mein allererster Kuss. Ich schmiegte mich an ihn, begab mich in seine starken Arme, ließ mich fallen und versank. Nichts konnte mir etwas anhaben, solange er nur bei mir war! Schließlich löste er sich von mir, mein Leib stand in Flammen. Ich wollte ewig so weitermachen, schon jetzt fehlte mir seine Nähe. Doch er erinnerte mich ziemlich unsanft daran, wen ich vor mir hatte. Richard McKinley war nicht der Traumprinz. Er war ein Monster! »Ich freue mich schon darauf, mit dir alleine zu sein, Alexandra! Dann werde ich dir zeigen, wen du wirklich geheiratet hast. Ich werde dich benutzen, und zwar auf die Art, die mir gefällt. Du wirst mir dienen, stets und auf jede Weise, die ich von dir verlange. Du wirst spüren, wem du gehörst. Gehorsam bringe ich dir bei. Bedingungslos und ohne Gnade. Das ist mein Ehegelübde, Kleines!« Seine geflüsterten Worte brannten sich in mich wie glühend heiße Schürhaken. Sie zerfetzten all meine Seligkeit und brachten mich mit einem Schlag in die Realität zurück. Ich hatte ein Ungeheuer an meiner Seite, und dieses Unwesen liebte es, fiese Spiele mit mir zu treiben. Ab jetzt war ich ihm auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, niemand konnte mich vor ihm bewahren. Trotz aller guten Vorsätze, ihm treu ergeben zu sein, brodelte die Furcht in mir wie kochendes Wasser. Mein Magen schnürte sich zusammen, alles Blut wich aus meinem Gesicht. Er hatte es wohl gesehen und sein höhnisches Grinsen sagte mehr als tausend Worte. Das hier – die Hochzeit, die Festlichkeiten, sein leidenschaftlicher Kuss – war nur ein Schauspiel für die feine Gesellschaft. In Wahrheit war er düster, böse und gefährlich. Und ich war sein Opfer, das ihm so wunderbar einfach in die Fänge geraten war.

2 Kommentare

  1. Hallo,
    mich schreckt bei dem Buch das Alter der Heldin etwas ab und ich weiß weiß nicht ob es mir nicht zu hart ist. Mal sehen.
    LG Marina

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    1. Hallo Marina,

      was für Bücher in dieser Richtung gefallen dir?

      Viele Grüße
      Jasmin

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