Interview mit Tanja Hagen

06:00

Heute habe ich wieder eine tolle Frau zu Besuch auf dem Lesesofa. Tanja Hagen stellt sich meinen Fragen. Sie hat schreibt tolle Bücher über ein internationales Team (Team I.A.T.F), das den weltweiten Terrorismus bekämpft.


Astrid: Hallo Tanja! Ich freue mich dich hier begrüßen und interviewen zu dürfen!

Tanja: Die Freude ist ganz auf meiner Seite. Ich bin schon ganz nervös was mich hier jetzt erwartet.


Astrid: Könntest du dich unseren Leserinnen und Lesern kurz vorstellen?

Tanja: Also meinen Namen kennt ihr ja schon. Ich bin 35 Jahre alt und Mutter von 2 Kindern. Ich komme aus Niedersachsen, um genau zu sein aus der Samtgemeinde Siedenburg und lebe in Mellinghausen. Einem kleinen idyllischen Ort, der für mich viel Platz zum Träumen und für meine Kinder viel Platzzum Aufwachsen bietet. Ach und schreiben tue ich im Genre Romantik Thrill, Thriller, Military Romance u.ä

Astrid: Schreibst du Hauptberuflich als Autor oder hast du noch einen Brotjob?

Tanja: Nein ich habe wie wohl die meisten Autoren einen Brotjob, auch wenn es nur ein Minijob ist. Zusätzlich noch den Haushalt und eine kleine Tätigkeit in einem Altersheim, wo ich ein Aquarium pflege und gerne mit den Bewohnern klönne

Astrid: Wie sieht dein Alltag aus?

Tanja: Tja, wie sieht der Alltag einer Mama aus, die schreibt? Morgens um 6 schwinge ich schaftrunken meine Beine aus dem Bett, werfe meine beiden Morgenmuffel raus und mache sie für die Schule und den Kindergarten fertig. Wenn die beiden weg sind, stürze ich mich mit einer Tasse Tee auf meine Bücher. Überarbeiten, Korrektur, Lektorat oder was auch immer ansteht. Gegen Mittag kommt der alltägliche Wahnsinn, wie ihn jede Mama kennt. Abends, wenn meine Kinder im Bett sind, verschwinde ich in meinen Manuskripten. Heißt, ab 20 Uhr wird geschrieben. Gegen 23 Uhr nehm ich mir die Zeit, selber noch eine Stunde zu lesen.

Dienstags und Freitags ruft zusätzlich der Brotjob. Tja, so sieht mein Tag aus.

Astrid: Was magst du, was magst du gar nicht und was ist dir wichtig?

Tanja: Ich mag Schokocappu, Kekse und Grünkohl ;) Meine Kinder sind mir sehr wichtig und stehen vor allem anderen. Was ich gar nicht mag sind unehrliche Menschen.

Astrid: War es schon immer der Plan gewesen zu schreiben oder bist du auf Umwegen dazu gekommen? Was war der springende Moment dafür zu sagen: "Jetzt will ich es veröffentlichen!"?

Tanja: Nein. Ich hatte eigentlich nie vor, zu schreiben. Es ist einfach passiert und der springende Punkt war ein Mensch, den ich leider noch nie persönlich getroffen habe. Swen Frenzel war derjenige, der gesagt hat das ihm meine Story gefällt, dass ich weiter machen soll und er war es auch, der mich dazugebraucht hat zu veröffentlichen.

Astrid: Unterstützen dich deine Familie und Freunde, oder wissen die gar nicht, dass du schreibst?

Tanja: Sie wissen das ich schreibe und nun kommt das große ABER sie halten es für Brotlose Kunst.

Astrid: Wenn du gerade mal kein Buch in der Hand hältst oder eins schreibst, wo und wie erlebt man dich dann?

Tanja: Entweder ganz faul auf der Couch oder in meinem großen Garten zwischen den Beeten, wo ich dann mal abschalte oder neue Ideen zusammenspinne.

Astrid: Welche 3 Sache und welche 3 Bücher würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Tanja: Das ist jetzt eine fiese Frage. Meinen Laptop und 1 Ersatzakku und meinen Ebookreader. Bücher, hm. Mein SUB ist so riesig.

Von Stefanie Ross Labyrinth

Von Michelle Raven Crossroads Ohne Ausweg

und von Kristina Günak Drei Männer Küche Bad

Astrid: Hast du ein Idol? Wenn ja, wen und wieso?

Tanja: Uff - Idole. Hm... Ich glaube, ein wirkliches Idol habe ich nicht. Ich bewunder Menschen, die trotz schwerer Schicksalsschläge ihren Weg weiter gehen. Die immer wieder neuen Lebensmut finden und immer das Beste aus ihrer Situation machen.

Astrid: Welchen berühmten Autor/in würdest du gerne mal zum Essen einladen?

Tanja: Hm also ich wüsste einen berühmten Mann. George Lucas. Das wäre der Hammer.

Astrid: Eine klassische Fangfrage: bist du der eBook- oder Print-Fan?

Tanja: Ich mag beides. Ebooks nehmen keinen Platz weg und man kann viele gleichzeitig in der Handtasche haben. Prints haben diesen Zauber, dass man sie in der Hand hält. Dass sie einen Geruch haben, der so einzigartig ist. Dazu das Gefühl, wenn man die Seiten umblättert und am Ende das Buch schließen kann und vielleicht über den Buchrücken streicht und nochmal ganz in Ruhe an das denkt, was auf den vielen Seiten stand. Das ist ein Zauber, den aus meiner Sicht nur Prints haben.

Astrid: Wie siehst du die Entwicklung bei den eBooks, insbesondere bei der Piraterie oder auch der Möglichkeit ein eBook auch noch nach Wochen zurückgeben zu können?

Tanja: Oh Gott, da könnte ich nun eine Wall of Text schreiben. Also einmal das mit dem zurückgeben. Ich finde es nicht okay. Ich bin noch nie nach 2 Wochen in einen Buchladen gegangen und habe ein Buch zurückgeben (Ausnahme sind, da dann geschenkte Bücher die evtl doppelt sind) In 2 Wochen kann ein Vielleser ein Buch locker gelesen haben. Und dann loszugehen und zu sagen, Entschuldigung es hat mir nicht gefallen ist lachhaft. Fast alle Ebooks haben die Möglichkeit eines Blickes in das Buch so weiß man schon vorher, auf was man sich einlässt. Das Thema Preis will ich jetzt nicht lange aufgreifen. Aber nein z.B. 99 Cent hinzugehen und es zurückzugeben ist mehr als unverschämt.

Ebook Piraterie, uff. Ein Fass ohne Boden. Ich möchte hier einfach nur an die Leser appellieren, da ich sonst sicher noch 3 Seiten schreibe. Wir Autoren schreiben lange an unseren Büchern, wir stecken unser Herzblut in die Zeilen und schenken euch eine kurze Auszeit vom Alltag. Wir versuchen, euch kurz von euren Sorgen abzulenken. Ich denke, dass das durchaus den Preis eines jeden Buches wert ist. Schließlich zahlt ihr im Kino für einen Film, im Eiscafe für ein Eis etc. auch. Und da ist oft die Dauer des vom Alltag abtauchen viel kürzer. Ladet keine Bücher illegal herunter, verschenkt keine CDs oder Sticks mit Büchern. Respektiert unsere Arbeit und Zeit. Ich kenne namenhafte Autoren, die teilweise schon gesagt haben das sie keine Lust mehr haben zu schreiben. Lasst es nicht so weit kommen. Wer soll euch sonst in eurer Freizeit in andere Welten entführen?

Astrid: Wenn eines deiner Bücher verfilmt würde, wer sollte die Hauptrollen spielen?

Tanja: Da muss ich nun sagen, darüber hab ich mir wirklich noch nie Gedanken gemacht. Ich glaube, dass es eh nicht die ideale Besetzung für mein Team geben würde. Mark Wallberg wäre einer, den ich mir vorstellen könnte evtl in der Rolle von Cayden Harrison....aber mehr? Keine Ahnung.

Astrid: Erzähle uns doch bitte etwas über dein aktuelles Buch.

Tanja: Ich habe vor einigen Tagen einen Spinnoff beendet der ein heikles Thema behandelt und auf einer wahren Begebenheit beruht. Ich möchte da nicht Spoilern. Nur soviel das es sich auf 8030 US Veteranen bezieht, die sich jedes Jahr in den USA das Leben nehmen.

Als Nächstes geht es schreibtechnisch bei meinem Team in San Diego weiter. Veröffentlicht wird am 15.3 Mission Hoffnung, wo ein Teil des Teams nach Nigeria aufbricht.

Okay das waren nun schon 3 ;)

Astrid: Woher kommen die Ideen für deine Geschichten?

Tanja: Meine Ideen finde ich jeden Tag in der Zeitung. Ich versuche mit meinen Geschichten aktuelle Ereignisse aufzugreifen und zu verarbeiten.

Astrid: Wie viel von dir steckt in deinen Protagonisten?

Tanja: Ich glaube jeder meiner Protagonisten trägt ein kleines Stück von mir in sich.

Astrid: Mit welchem deiner Protagonisten würdest du gerne einen Tag verbringen?

Tanja: Ganz fiese Frage. Ich mach das mal so: Da ich alle meine Protas sehr gerne habe, würde ich mich einfach einen Tag in die Villa setzen und meine Zeit mit allen genießen.

Astrid: Wie lange brauchst du für eine Geschichten - vom ersten Satz bis zur Endfassung?

Tanja: Nur die Story dauert etwa 8-12 Wochen. Dann folgt das Überarbeiten etc. Wo ich nochmals ca. 3 Monate einrechne.

Astrid: Gibt es beim Schreiben etwas, worauf du sehr großen Wert legst? Vielleicht eine Tradition oder Aussage?

Tanja: Ich lasse die Geschichten immer einfach auf mich zukommen. Es gibt zwar zu Beginn einen Plot, aber wenn meine Protagonisten meinen sie wollen das anders, dann lasse ich sie machen. Es ist ihre Geschichte. Ich bin nur Zuschauer.

Astrid: Würdest du auch mal versuchen wollen in einem anderen Genre zu schreiben?

Tanja: Zur Zeit definitiv Nein.

Astrid: Wie wichtig sind Rezensionen für dich?

Tanja: Sehr wichtig. Ich freue mich über jede Rezension. Ich bin niemand, der sich Rezis kauft oder gar welche eintauscht. Jede Rezension hilft mir mich zu verbessern oder gibt mir auch mal die Bestätigung, dass ich alles richtig gemacht habe. Und was gibt es Schöneres als Lob. Auch kritische Worte sind wichtig, nur so kann ich etwas ändern.

Astrid: Was ist als nächstes geplant und gibt es vielleicht sogar einen kleinen Tipp ;) ?

Tanja: Geplant ist jede Menge. Im Team der I.A.T.F. wird es personelle Änderungen geben und ein Erzfeind wird für gehörig Wirbel sorgen.

Außerdem wird ein Kind das Leben eines Mannes gehörig auf den Kopf stellen.

Lasst euch überraschen.

Astrid: Vielen Dank für dieses Interview Tanja! Wir freuen uns schon bald mehr von dir zu hören <3

Tanja: Ich sage Danke, es hat Spaß gemacht.

Alle Aktuellen Bücher von Tanja Hagen:

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