Interview mit Nina Federlein

18:19

Heute darf ich die liebenswerte Nina Federlein zum Interview begrüßen.

Eine Rezension zu Ihrem Buch Das muttierte Ich!: Ehefrau. Mama. Familienclown findet ihr hier auf dem Blog.

Hallo Nina! Wir freuen uns dich hier zu begrüßen und interviewen zu dürfen!

Nina: Danke sehr, ich freu mich, hier zu sein!

Könntest du dich unseren Leserinnen und Lesern kurz vorstellen?

Nina: Ich bin Jahrgang 78, also 37 Jahre, habe zwei Kinder und bin seit 13 Jahren verheiratet. Davor war nicht alles immer so rosig, ich litt jahrelang an Essstörung und bin da auch heute noch am kämpfen. Aber mein Mann hat es irgendwie geschafft und es tatsächlich mit mir ausgehalten. Mein erste Buch hab ich über meine Essstörung geschrieben, und danach dachte ich mir es wird Zeit, mal etwas witziges zu versuchen. Das Leben ist nicht immer toll, aber man kann wirklich viel draus machen…

Schreibst du Hauptberuflich als Autor oder hast du noch einen Brotjob?

Nina: Ja, mittlerweile habe ich das große Glück, das Schreiben als meinen Beruf betreiben zu können. Anders geht es auch kaum, denn wenn man regelmäßig veröffentlichen will, und nebenher auch noch Kinder, Mann und Haushalt hat, wird das nichts. Dank meiner Krankheit habe ich gelernt, mich auch mal selber ernst zu nehmen mit meinen Wünschen, und das Schreiben macht mich glücklich. Also bin ich den Schritt gegangen, sitze vormittags am Laptop und kann Nachmittags für die Familie da sein.

Was magst du, was magst du gar nicht und was ist dir wichtig?

Nina: Ich liebe Pizza, schnelle Autos, Gassi Gehen mit meinen Hunden, und ja, mein Leben! Ich hasse es, wenn meine freundliche, gutgläubige Art ausgenutzt wird und Regenwetter. Wichtig? Ganz klar, meine Familie. Ohne die hätte ich keinen Halt im Leben!

War es schon immer der Plan gewesen zu schreiben oder bist du auf Umwegen dazu gekommen? Was war der springende Moment dafür zu sagen: "Jetzt will ich es veröffentlichen!"?

Nina: Oh nein, ich hatte zwar Deutsch als LK Fach im Abi, aber danach riet mir jeder, Psychologie zu studieren. Was ich zum Glück nicht gemacht habe. Dann bin ich zum Radio, habe da neben dem Moderieren die Redaktion mitgeschrieben, Beiträge usw verfasst, danach war erst mal Schluss mit Schreiben. Aber ich habe schon immer viel Tagebuch geführt, gerade während meiner Krankheitsphase, und irgendwann kam mein Vater und meinte, ich solle mich doch mal trauen, meine Erfahrungen aufzuschreiben. Naja, das habe ich gemacht.

Dank Amazon ist es auch für jeden möglich, ohne Verlag zu veröffentlichen, erst jetzt zwei Jahre nach dem ersten Buch kam ein Verlag auf mich zu.

Wenn du gerade mal kein Buch in der Hand hältst oder eins schreibst, wo und wie erlebt man dich dann?

Nina: Sehr zurückgezogen, in meiner Wohnung oder auf der Terrasse. Ich brauche diesen Rückzug, nur ab und zu schau ich mal raus. Eigentlich bin ich ein sehr umgänglicher, herzlicher Mensch, aber irgendwie kostet es mich zu viel Kraft. Also lieber habe ich meine Tiere und meine Familie um mich, das reicht mir dann auch schon

Welche 3 Sachen und welche 3 Bücher würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Nina: Oweh, die einsame Insel Frage… tja, meinen Ereader, Zigaretten und meinen Mann. Ein paar Tage Ruhe vor den Kindern darf ja mal sein, richtig? Bücher? Schande über mich, aber ja, den vierten Teil von SoG, den neuen Nora Roberts und irgend einen Krimi. Seicht, Belletristik, einfach zm abschalten und Nicht-Denken. Und wunderbar träumen…


Mit welchem deiner Protagonisten würdest du gerne einen Tag verbringen?

Nina: oh die Frage ist unglücklich, denn irgendwie schreib ich ja von mir. Aber ok, ich wäre gern Balu, der Labrador!

Hast du ein Idol? Wenn ja, wen und wieso?

Nina: Nein, habe ich gar nicht. Es gibt viele, die ich bewundere, aber ganz speziell einen, nee.


Welchen berühmten Autor/in würdest du gerne mal zum Essen einladen?

Nina: Nora Roberts, ich liebe ihre Bücher, so wunderbar seicht und zum Verschlingen!

Eine klassische Fangfrage: bist du der eBook- oder Print-Fan?

Nina:Ganz klar E-Book! Ich hasse Technik, bei mir überspringen auch mal die Seiten, aber schau wie jetzt im Urlaub, der Koffer wäre voll allein mit meinem Lesestoff gewesen. Und dann wären die guten Stücke voll mit Sand. Jetzt habe ich endlosen Lesestoff und alles in einem kleinen Kasten. Das ist genial!
Trotzdem war es ein Highlight, mein erstes Buch als Print in der Hand zu halten. Unvergesslich!

Wenn eines deiner Bücher verfilmt würde, wer sollte die Hauptrollen spielen?

Nina: Oh, ich bin schon alt, ich würde mir Keanu Reeves als Frank wünschen, wenn ich selber die Lilly spielen darf… aber gut, dann auch wahlweise Selma Hayek. Als Lilly wäre sie unschlagbar!


Erzähl uns doch bitte etwas über dein aktuelles Buch.

Nina: Frank und Lilly, ein ganz normales Ehepaar, Max und Tom, zwei ganz normale Jungs. Nur Lilly ist ein wenig überfordert mit ihrem Job, den Kindern, dem Haushalt und ihrer Vorstellung von Perfektion als Mutter.


Sie hat sich eine Supermom Annabelle als imaginäre Freundin angelacht, die sie fortwährend korrigiert und ihr erzählt, was sie doch so viel besser machen könnte, wenn sie ein wenig besser wäre…

Woher kommen die Ideen für deine Geschichten?

Die Idee dazu liegt auf der Hand, anstatt mich verbal zuhause auszutoben hab ich mich vor meinen Laptop gesetzt und hab meinen Frust einfach aufgeschrieben. Die perfekte Stressbewältigung. Das andere Buch, klar, das ist mein Leben vor der Ehe, mein Kampf gegen die Essstörung, und naja, mit dem Pseudonym und Erotik, da fantasiere ich mir allerhand zusammen ;-)

Wie lange hast du dafür gebraucht - vom ersten Satz bis zur Endfassung.

Nina: Ehrlich? Drei Wochen. Wenn die Idee in meinem Kopf ist und ich Zeit zum Schreiben habe, geht das rasend schnell. Da ich unbedingt bei dem Amazon Kindlestoryteller Wettbewerb mitmachen wollte, habe ich mich beeilt, meine Korrekturleserin in den Wahnsinn getrieben, damit ich danach endlich in den Urlaub fahren konnte. Einen Tag vor der Abreise hab ich dann auf „veröffentlichen“ gedrückt.

Beim Schreiben: gibt es da etwas, worauf du sehr großen Wert legst? Vielleicht eine Tradition oder Aussage?

Nina: nein, gibt es eigentlich nicht, nur als mein Laptop den Geist aufgegeben hat, da hatte ich ein blödes Gefühl, etwas abergläubisch bin ich schon... hat sich aber gezeigt, dass es Unsinn war, mein Neuer bringt mir auch Glück...

Was ist als nächstes geplant und gibt es vielleicht sogar einen kleinen Tipp ;)


Nina: Als Nina Federlein mach ich jetzt Pause, ich hatte coole Ideen, so was wie die „Mopsgeschichten“, in denen ich klein Mops zu Wort kommen lassen könnte, und auch Lilly hätte noch ganz viel zu erzählen, aber jetzt brauchen meine anderen Geschichten erstmal wieder volle Konzentration.

Vielen Dank für dieses Interview Nina! Wir freuen uns schon mehr von dir zu hören <3

Nina: Ich danke dir, bis bald!

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