Interview mit Norman Stark

13:05

Heute dürfen wir einen Bastei Lübbe Autor begrüßen: Norman Stark!
Eine Rezension zu seiner Buchserie different boys wird bald folgen!

Hallo Norman! Wir freuen uns dich hier zu begrüßen und interviewen zu dürfen!

Könntest du dich unseren Leserinnen und Lesern kurz vorstellen?

Norman: Ich bin ein Kind der 70er-Jahre, bin mit Prilblumen und psychadelischen Tapeten in Köln groß geworden. Somit war meine Welt schon immer so bunt, wie das Leben am Rhein nun einmal ist. Im Laufe der Jahre habe ich auch in vielen anderen deutschen Städten gelebt und bin viel gereist, aber letztlich hat es mich immer wieder in die Domstadt zurückgezogen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Köln eine der aufregendsten schwulen Metropolen der Welt ist und ich hier mit meinem Freund sehr glücklich bin.

War es schon immer der Plan gewesen zu Schreiben oder bist du auf Umwegen dazu gekommen? Was war der springende Moment dafür zu sagen: "Jetzt will ich es veröffentlichen!" ?

Norman: Ich habe schon in vielen Bereichen gearbeitet, aber meine Arbeit hat schon sich immer um Sprache und Schreiben gedreht. Ich habe als Werbetexter angefangen, kam irgendwann zum Fernsehen, wo ich Geschichten entwickelte und Drehbücher schrieb. Dabei gab es natürlich auch immer mal wieder schwule Charaktere, aber ich hatte immer das Gefühl, dass man einen Schritt weiter gehen könnte und eine runde Liebesgeschichte mit allen Facetten des Lebens aus einer schwulen Perspektive erzählen könnte – „Gay Romance“ eben. Irgendwann war dann der Punkt da, an dem ich sage: „Jetzt oder nie“ und ich bin sehr glücklich, dass daraus eine Reihe mit sechs Folgen geworden ist.

Wenn du gerade mal kein Buch in der Hand hältst oder eins schreibst, wo und wie erlebt man dich dann?

Norman: Wenn ich nicht hinter dem Computer sitze, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass man mich im, am oder auf dem Wasser findet. Ich bin leidenschaftlicher Schwimmer, fahre Kajak oder gehe auch gerne in der Natur wandern. Aber ich treffe mich genauso gerne mit meinen Freunden in der Stadt, gehe in einen Club oder fleze mich mit meinem Freund einfach mal aufs Sofa und mache es mir gemütlich.

Hast du ein Idol? Wenn ja, wen und wieso?

Norman: Mich beeindrucken Menschen, die an ihren Träumen glauben und sie in die Tat umsetzen – egal, was die anderen sagen. Zum Glück gibt es eine ganze Reihe solcher Menschen, sonst wäre die Welt eine Stück trostloser. Aber ich könnte jetzt keinen Namen nennen, der für mich ein „Idol“ verkörpert, an dem ich mich orientiere.

Eine klassische Fangfrage: bist du der eBook- oder Print-Fan?

Norman: Ich finde, das ist gar keine „Entweder-Oder“-Frage. Geschichten werden heute in ganz unterschiedlichen Medien erzählt: Bücher, Fernsehen, Comics, Computerspiele etc. Auch eBooks und klassische Bücher können problemlos nebeneinander existieren und sich ergänzen. Je nach Situation ist eben das praktische leichte eBook mit der riesigen Speicherkapazität besser oder eben doch noch das klassische Buch bei dem die Seiten rascheln, wenn man umblättert.

Erzähl uns doch bitte etwas über dein aktuelles Buch.

Norman: In den „different boys“ geht es um die beiden Zwillinge Tom und Colin. Sie sind beide schwul, aber da enden auch schon die Gemeinsamkeiten. Colin hält Monogamie für den größten Betrug an der Menschheit und stürzt sich von einem erotischen Abenteuer ins nächste. Sein Job als Flugbegleiter führt ihn dabei rund um die Welt zu den angesagtesten Gay-Hot-Spots und heißesten Kerlen. Tom ist eher ortsverbunden und hat in Köln seinen eigenen Designladen eröffnet. Doch zwischen all den schönen Accessoires vermisst er eins mehr als alles andere: den perfekten Mann fürs Leben. Das ist die Mischung, aus der in den sechs Folgen eine Menge Witz, Drama, und Romantik entsteht – kurzum: „Gay Romance“.

Wie lange hast du dafür gebraucht - vom ersten Satz bis zur Endfassung?

Norman: Weil die „different boys“ schon so lange in meinem Kopf herumgeisterten, „floss“ die Geschichte regelrecht aus meinen Fingern. Aber es gab natürlich auch Korrekturschleifen nach dem Lektorat. Insgesamt habe ich für die rund 650 Seiten der sechs Folgen ungefähr sechs Monate gebraucht.

Beim Schreiben: gibt es da etwas, worauf du sehr großen Wert legst? Vielleicht eine Tradition oder Aussage?

Norman: Ich muss mich selbst immer ermahnen, nicht von Beginn an alles perfekt zu Papier bringen zu wollen. Sonst hockt man vor dem leeren Bildschirm und kriegt nichts gebacken. Die erste Version einer Geschichte darf ruhig aus Satzfragmenten, Stichworten und kurzen Aussagen bestehen – genau wie man bei einem Gemälde zunächst den Hintergrund und die Umrisse zeichnet. Erst nach und nach fügt man immer mehr Details hinzu, bis der ganze Text vervollständigt ist. 

Was ist als nächstes geplant und gibt es vielleicht sogar einen kleinen Tipp ;) ?

Norman: Klar, die bunte Welt der „different boys“ soll sich weiter drehen. Daher gibt es bestimmt schon bald ein Wiedersehen mit Tom und Colin...!

Vielen Dank für dieses Interview Norman Stark! Wir freuen uns schon mehr von dir zu hören <3

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