Mittwoch, 24. August 2016

Buchvorstellung: Love without lies

Mit "Love without lies" startet Vivien Johnson die neue Weaverhill - Reihe.

Kurzbeschreibung:
Als Virginia Bishop nach 4 Jahren Uni zurück in ihre Heimatstadt Weaverhill kommt, ist alles ein wenig anders. Ihr Vater redet nach einem Streit vor der Uni nicht mehr mit ihr und zu allem Überfluss hat er auch noch einen Arbeiter namens Blake Moore eingestellt.
Ein Traum von Mann, zumindest für Virginia. Sie mag ihn, das stellt sie gleich in den ersten Minuten ihres Zusammentreffens fest.
Doch als Virginia von einer Freundin erfährt, dass er die Ranch erben soll und nicht sie, fühlt sie sich hintergangen.
Kann sie Blake noch vertrauen?

Meinung:
Vivien hat mit dieser Geschichte einen tollen Auftakt der neuen Weaverhill- Reihe gemacht.
Ich bewundere Virginia für ihren Mut und ihre Kraft. Als sie Blake kennen lernt, fühlt sie sich sofort zu ihm hingezogen. Auch er fährt auf sie ab. Aber leider stehen beiden Hindernisse im Wege, die unüberwindbar scheinen. Vor allem Virginias Familie ist gegen sie und auch gegen die Verbindung mit Blake, der zu allem Überfluss auch noch ihre Ranch erben soll.
Diese Story hat mich sehr bewegt, da Vivien es perfekt gelungen ist ein sehr schwieriges Thema so zu bearbeiten, dass der Leser berührt ist und sich Gedanken darüber macht. Sie bringt perfekt die verbohrte Einstellung ihrer Eltern und des ganzen Dorfes rüber. Der Leser fühlt mit Virginia mit und kann diese verschrobene Moral nicht verstehen.
Auch diese Geschichte hat Vivien wieder aus der Sicht der beiden Protagonisten geschrieben wodurch man beim Lesen noch mehr in die Gedanken der Beiden eintauchen kann.

Fazit:
Sehr tiefgründiger, aber auch schöner Beginn der neuen Reihe. Ich bin auf die anderen Teile gespannt, die alle unabhängig voneinander gelesen werden können.

Leseprobe:

Kapitel 1

Virginia

Als ich die Stadtgrenzen von Weaverhill passierte, machte sich ein unruhiges Gefühl in mir breit. Ich hielt am Straßenrand, die Sonne ging gerade am Horizont auf und man spürte regelrecht, wie das Leben in der Kleinstadt zu pulsieren begann. Die Rinder blökten auf den Weiden und ich wusste sofort, dass ich wieder zu Hause war. Ein Lächeln erschien auf meinem Gesicht, als ich die ländliche Luft einatmete und das beklemmende Gefühl langsam in mir verschwand. Lange war ich nicht mehr hier gewesen. Zu lange. Ich sah mich um, die Straßen füllten sich mit Menschen und ich stieg wieder in meinen alten Ford. Es wurde Zeit, dass ich endlich die Ranch meiner Eltern besuchte. Ich fuhr durch die Stadt. Die Einwohner drehten sich nach mir um und ich wusste schon jetzt, dass sie hinter meinem Rücken reden würden. Doch inzwischen war mir das alles egal. Damals, bevor ich ging, war es das nicht. Immer dieses Gerede, ich hätte Schande über meine Eltern gebracht. Ich holte tief Luft und verdrängte diesen Gedanken. Das war vor vier Jahren gewesen. Bevor ich nach Chicago an die Uni gegangen bin, um zu studieren und mein Leben zu leben. Nun war ich wieder in der kleinen Stadt mit ihren knapp 10.000 Einwohnern zurück. Weaverhill lag in Texas, am Toledo Bend Reservoir und in der Nähe des Highways 87. Es war meine Heimatstadt, mit der ich viel verband. Meine erste Beziehung, mein erster Kuss. Die Schule und meine damaligen Freunde. Doch als es darum ging, wie ich meine Zukunft gestalten wollte, waren meine Eltern und ich uns nicht einig gewesen. Jedoch wollte ich daran jetzt nicht denken. Ich sah die Abfahrt zu der Ranch meiner Eltern. Schon von hier aus konnte man das große Haupthaus erkennen, die Ställe, die Drumherum standen und es fühlte sich gut an. Niemand wusste, dass ich kam. Niemand wusste, dass ich meinen Abschluss in der Tasche hatte und nur noch aus Chicago verschwinden wollte. Zu viele Erinnerungen trieben mich von dort weg und ich war froh, als ich endlich meine Taschen in den alten Wagen packen und der Stadt den Rücken kehren konnte. Mit einem mulmigen Gefühl fuhr ich den Schotterweg zur Ranch hinauf, ich sah schon von weitem meinen Dad draußen herumlaufen und noch einige andere Männer, die jedes Jahr im Sommer anfingen, bei uns zu arbeiten. Meine Mom stand auf der Veranda und goss allen Kaffee ein. Als sie meinen Wagen erkannte, ließ sie den Becher fallen, das konnte ich genau erkennen. Ich hielt an, sobald ich das Tor passiert hatte und ich konnte alle Blicke auf mir spüren. Ich öffnete die Tür, stieg aus und wartete auf das, was kam. „Virginia?“, rief meine Schwester, die gerade aus der Haustür kam und damit die Stille zwischen uns allen brach. Sie rannte auf mich zu. Ich sah, dass sie Freudentränen in den Augen hatte und fing sie mit einer Umarmung auf. Ich drückte sie fest an mich, stellte erst jetzt fest, wie sehr ich sie vermisst hatte und konnte die Tränen nicht zurückhalten. „Was machst du hier?“, fragte Hazel, als sie sich von mir löste und meine Tränen wegwischte. Ich tat bei ihr das gleiche. „Ich bin zurück“, flüsterte ich mit tränenerstickter Stimme und sie lächelte mich so glücklich an, dass ich wusste, es war das Richtige. Ich sah, wie meine Mom auf uns zu kam, mich immer noch fassungslos anstarrte und nicht glauben
konnte, dass ich wirklich vor ihr stand. „Virginia“, sagte sie ungläubig, legte eine Hand an meine Wange, streichelte über meine Haare, als müsse sie sich wirklich versichern, dass ich da war. „Ja, Mom“, antwortete ich einfach nur und erwiderte ihre Umarmung, als sie mich zu sich zog. Über ihre Schulter hinweg sah ich, wie Dad mit einem jungen Mann kopfschüttelnd in den Ställen verschwand und mich nicht begrüßte. Das hatte ich auch gar nicht erwartet, um ehrlich zu sein.

Montag, 22. August 2016

Buchvorstellung: Die Traumtaucher

Alesia Fridman hat nach "Portugiesische Assemblage: Eine erotische Novelle" und "Mutterland: In der Hitze Afrikas" ein weiteres tolles Buch heraus gebracht. "Die Traumtaucher" ist ein romantischer Australienthriller.

Kurzbeschreibung:
Alexej ist gebürtiger Russe – und er ist Geheimagent des russischen Auslandsnachrichtendienstes. Für sein Vaterland betreibt er in den USA und in Deutschland Wirtschaftsspionage, arrangiert Komplotte und mordet sogar.
Doch dann begegnet ihm Sarah, die Liebe, die sein Leben für immer verändern wird. Alexej muss feststellen, dass auch Sarah eine Frau voller Rätsel und Geheimnisse ist. Ihre Beziehung ist nicht einfach, immer wieder gibt es Konflikte, doch Alexej ist nicht bereit, die Liebe seines Lebens einfach aufzugeben. Er kämpft um Sarah und ihre gemeinsame Zukunft.
Das Dasein als Agent offenbart jedoch allzu bald seine Schattenseiten: Als Alexej in einen besonders heiklen Auftrag verwickelt wird, gerät alles außer Kontrolle, und er steht selbst auf der Abschussliste.
Alexej wird betäubt und erwacht in einer fremden Umgebung. Doch er ist nicht in Russland, nicht der Geheimdienst hat ihn entführt. Er befindet sich in einem Dorf australischer Ureinwohner mitten im Busch. Nach und nach erfährt er den Grund, warum sie ausgerechnet ihn zu sich geholt haben: Eine uralte Weissagung prophezeit, dass Alexej der „weiße Wolf“ ist, der die Aborigines in ein neues Zeitalter der Freiheit und Selbstbestimmung führen wird.

Was hat der geheimnisvolle Traum von dem weißen Wolf zu bedeuten, der Alexej immer wieder heimsucht? Wird es ihm gelingen, die Polizei, die mittlerweile allerlei Ungereimtheiten an Alexejs Verschwinden bemerkt hat, hinters Licht zu führen? Wird Alexej der neuen Aufgabe gewachsen sein, wird er sich der Ungerechtigkeit und Korruption stellen? Und wird er Sarah jemals wiedersehen?

Ein atemloser Thriller an exotischen Schauplätzen, verwoben mit einer leidenschaftlichen Liebesbeziehung. Eine Liebeserklärung an das Arnhem Land, die den Leser tief in die geheimnisvolle Welt der australischen Ureinwohner und in deren Kampf um das Überleben in der Gegenwart eintauchen lässt.
Meinung:
Das Cover ist mystisch angehaucht. Man sieht den Ayers Rock wodurch man sofort weiß, dass die Geschichte in Australien spielt. Besonders gut gefällt mir, dass das Haar des Mannes auch das Fell des Wolfes ist. Dadurch kann man die Verbindung der beiden erkennen.
Ich war schon von ihrem letzten Buch "Mutterland" total begeistert und war sehr gespannt wie dieses Buch ist. Ich wurde von Alesia nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist wieder sehr bildhaft, wodurch der Leser sich sowohl die Personen, als auch die Umgebung perfekt vorstellen kann. Man wird auf eine Reise in die Geschichte der Aborigines mitgenommen, die sowohl spannend, aber auch traurig und faszinierend ist. Hier merkt man, wie viel Mühe sich die Autorin bei der Recherche gemacht hat. Aber auch die Liebesgeschichten, die sich durch das Buch ziehen, allen voran die zwischen Alexej und Sarah, sind besonders und auf ihre Art einzigartig und sehr berührend.
Extra Spannung und Action werden durch Handlungen von Sarah und Alexej, erzeugt, durch die sie sich strafbar und angreifbar machen.

Fazit:
Bei diesem Roman hat es Alesia Fridman perfekt geschafft, den Leser in die Welt der Aborigines abtauchen und ihre Geschichte erleben und verstehen zu lassen. Mich hat diese Buch sehr bewegt und in mir die unterschiedlichsten Gefühle ausgelöst. Für mich ist dieses Buch ein Highlight 2016.
Leseprobe:
Prolog


„Rock stays,
earth stays.
I die and put my bones in cave or earth.
Soon my bones become earth …
all the same.
My spirit has gone back to my country …
My mother.“


Big Bill Neidjie, the Kakadu Man, 1913-2002
Northern Territory, Australia


Die langen blonden Haare fielen ihr ins Gesicht, und ihre üppigen Brüste tanzten auf und ab, als sie ihn in wildem Ritt zum Höhepunkt leitete. Seine Hände hatte sie mit den ihren rechts und links seines Kopfes fixiert, und sie blickte ihm tief in die Augen. Er stöhnte auf, als ihn ein heftiger Orgasmus durchzuckte. Sie beugte sich vor und küsste ihn auf den Mund. Ihr Kuss war einzigartig und löste in ihm dieses elektrisierende Gefühl aus, das nur sie in ihm zu wecken vermochte. Es war vielleicht die tiefe Vertrautheit, die ihn mit ihr verband, gemischt mit der geheimnisvollen Unberechenbarkeit, die sie auch nach all den gemeinsamen Jahren noch ausstrahlte. Er versank in diesem Kuss, während sein Körper schwer und gelöst unter ihr lag. Noch immer übte sie diese immense Anziehungskraft auf ihn aus – wie am ersten Tag.
Als sie sich wieder aufrichtete, hielt sie eine Spritze in der Hand, die sie ihm mit Tränen in den Augen in den Oberarm rammte. Den einen Moment lang, der verging, bevor ihm schwarz vor Augen wurde, starrte er ihr fassungslos ins Gesicht. Er spürte keine Wut, keine Angst, er wunderte sich nur. Wie konnte das sein? Sie war doch die Liebe seines Lebens, der einzige Mensch, der sein dunkles Geheimnis kannte, die Frau, die ihm ein neues Leben geschenkt hatte. Den Tod hatte er kommen sehen. Hinter jeder Ecke hatte er ihn vermutet, doch niemals hätte er einen Verrat von dieser Seite erwartet.



Die Leiche, die vor Kommissar Benners Augen aus dem Autowrack, einem ehemals schicken Mercedes-Sportwagen, gezogen wurde, war bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Der Kommissar seufzte und lutschte an seinem Pfefferminzbonbon. Gerade als er nach Hause fahren wollte, hatte ihn der Anruf erreicht, in einem Waldstück nördlich von Berlin sei eine Leiche gefunden worden. Jetzt würde es noch Stunden dauern, bis er bei seiner Frau war. Dabei hatte er ihr versprochen, sich mehr um sie zu kümmern. Sie hatte ihn nicht darum gebeten, bescheiden und unaufdringlich, wie sie ihr ganzes Leben lang gewesen war. Doch es ging ihr ja so schlecht. Er riss sich zusammen und versuchte, sich auf das Geschehen zu konzentrieren. „Das ist ziemlich seltsam“, sagte er. „Die Leiche liegt komplett verkohlt auf dem Rücksitz, und hinten ist alles schwarz, aber vorne sind kaum Brandspuren zu sehen.“
„Selbstmord oder ein Unfall sind damit definitiv ausgeschlossen“, murmelte der Gerichtsmediziner trocken, der in dem weißen Schutzanzug wie ein überdimensionales Marshmallow aussah.
Benner nickte. „Da hätte der Täter gleich ein Schild dranhängen können mit der Aufschrift: Das war ein Mord. Ist sonst noch was im Wagen?“
Sein junger Kollege Antonio machte sich am Kofferraum zu schaffen. „Hier drin liegt eine Tasche mit Werkzeugen und ein Wagenheber.“
„Was ist mit dem Handschuhfach?“
Eine der Türen des Wagens stand leicht offen. Sein Kollege versuchte, die Tür zu schließen, und schüttelte den Kopf. „Auch komisch, dass die Autotür bei diesem Aufprall aufgesprungen sein soll. Seitlich an der Tür ist der Lack ab, als hätte jemand die Tür mit Gewalt aufgestemmt. Vielleicht wurde sie erst nach dem Unfall geöffnet.“
„Nehmt die Werkzeuge aus dem Kofferraum mit, damit wir sie auf Lackspuren und Fingerabdrücke untersuchen können“, wies Benner seine Kollegen an.
Antonio quetschte sich in den verbeulten Wagen und durchsuchte das Handschuhfach, das offen stand.
„Hast du was gefunden?“
Sein Kollege reichte ihm eine billige, abgewetzte Brieftasche und einen Pass. Benner nahm die Gegenstände, die komplett unversehrt waren, und klappte den Pass auf. Er musterte das Foto, das einen dunkelhaarigen Mann zeigte, Geburtsjahr 1966. Der Pass war seit zwei Jahren abgelaufen. Er blickte auf das verbrannte Gesicht der Leiche, das keine Züge mehr erkennen ließ, und zurück auf das Foto. Der Mann darauf kam ihm bekannt vor. Der Fall erinnerte ihn an etwas. Was war es nur?

+++++ Gewinner des Geburtstagsgewinnspiels +++++

Vielen Dank für die große Beteiligung an dem Gewinnspiel.

Wir haben ausgelost und die Sieger stehen fest.

- Den Amazon Gutschein hat Anna Schmit gewonnen
- Das Buch "Teresa" von Jean P. hat Marion Matz gewonnen
- Das mega Goodie-Set hat Diana Falke gewonnen

Herzlichen Glückwunsch den Gewinnerinnen!

Bitte meldet euch per Email mit eurer Adresse bei uns

Für alle die nicht gewonnen haben, nicht traurig sein, es wird bald wieder ein Gewinnspiel geben!


Mittwoch, 17. August 2016

GROßES GEBURTSTAGSGEWINNSPIEL

Wir, Jasmin und ich feiern sowohl mit dem Blog "Das Lesesofa" als auch mit meiner Facebookseite "Astrid´s Favorite Books" am 18.08. unseren 2. Geburtstag! Wenn das kein Grund zum feiern ist! Daher haben wir hier für euch ein mega Gewinnspiel!

1. Preis: Ein Amazongutschein im Wert von 30 €


2. Preis: Taschenbuch "Teresa" von Jean P.


3. Preis: Ein riesiges Goodie-Paket



Wie ihr gewinnen könnt:
- Hinterlasst einen Kommentar unter diesem Post
- Um ein weiteres Los zu bekommen, hinterlasst einen Kommentar auf Astrid´s Favorite Books unter dem Gewinnspiel.
- Werdet Follower auf unserem Blog und sichert euch das 3. Los

Vielen Dank an Liebestaumel - Ein erotisches Capriccio von Jean P., J.R. König, Nicole König, Lewis Black, Tanja Hagen, L.Steph, Manuela FritzCasey Stone, Kim Valentine - Autorin, Sarah Saxx, Ella Green, Lene Sommer und Telegonos-Publishing Verlag

Das Gewinnspiel geht bis 21.08.2016 um 23:59 Uhr.

Mitmachen können alle, die 18 sind!

Zudem behalten wir das Recht vor, jederzeit und ohne vorherige Ankündigung Änderungen an dem Gewinnspiel vorzunehmen. Eine Haftung für den Versand ist ausgeschlossen. Eine Auszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Meldet sich der Gewinner auf unsere Nachricht innerhalb von 3 Tagen nicht, wird neu ausgelost.
Dieses Gewinnspiel steht in keinerlei Verbindung zu Facebook. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Viel Glück <3

Dienstag, 16. August 2016

Convention: 1. John Sinclair in Köln

Trommelwirbel, Tusch und Applaus! Im November erscheint Band 2.000 der erfolgreichsten Gruselserie aller Zeiten: John Sinclair. Das feiert Bastei Lübbe natürlich mit etwas Besonderem: Die

1.      John-Sinclair-Convention
Samstag, 05. November 2016 | 11 bis 20 Uhr
Bürgerzentrum Nippes | Altenberger Hof Mauenheimer Straße 92 | 50733 Köln

Einen Tag lang geht es rund um den Geisterjäger: Auf dem Programm stehen ein Live-Casting, Talks und Autogrammstunden mit den Sinclair-Stars, Diskussionsrunden mit Autoren und Hörspielproduzenten, Gewinnspiele und vieles mehr. Highlight ist die Uraufführung des brandneuen Live-Hörspiels „Das Horror-Taxi von New York“. Mit dabei sind u.a. Jason Dark, Dietmar Wunder, Wolfgang Hohlbein, Sabine Städing, Michael Braun, Franziska Pigulla, Thomas Balou Martin, Detlef Bierstedt und Martin May. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Tickets sind hier erhältlich und weitere Infos findet ihr auf Bastei Lübbe.

Sonntag, 14. August 2016

Stolz und Vorurteil und Zombies - Rezension

Man nehme einen Klassiker und füge ein paar Untote hinzu. Eine ungewöhnliche Kombination. Passen gehirfressende Lebewesen in eine Geschichte, die jeder kennt? In wie weit ändert sich der Verlauf? Geht diese Rechnung überhaupt auf, oder endet der Versuch in einem Chaos? Diese Fragen stellte ich mir bei Stolz und Vorurteil und Zombies und ich kann sagen, dass es gar nicht so verkehrt ist wie es zu Erst klingen kann.

Jeder kennt die Frau, die mit ihren Werken wie Emma, Mansfield Park und Vernunft und Gefühl damals und heute Meilensteine gesetzt hat. Sie konnte weiter sehen als die Menschen zu ihrer Zeit, doch die strengen gesellschaftlichen Regeln brachten sie dazu, alleine in einem kleinen Häuschen ihre letzten Tage zu zählen.
Seth Grahame-Smith hat mit Zombies die Geschichte von Elizabeth Bennet und Mr. Darcy wiederbelebt und das Resultat kann man auch im Kino sehen.

Den orginalen Roman von Jane Austin besitze ich zwar, jedoch bin ich noch nicht dazu gekommen, ihn zu lesen. Mit dem Sprachstil dieser Zeit bin ich mehr als vertraut. Wer prinzipiell nicht solche formellen und gelanten Ausdrücke mag, wird hier nicht glücklich werden. Jane Austin Kenner und Fans werden ebenso auch nicht völlig zufrieden sein, denn an manchen Stellen ist die Imitation der Sprache nicht ganz rund.
Der Verlauf der Geschichte entspricht dem Orginal (vorab für euch recherchiert) und die Zombies passen sehr gut ins Geschehen, so dass es flüssig und natürlich wirkt - soweit gehirfressende Lebewesen natürlich sind ;)
Jedoch frage ich mich an ein paar Stellen, ob das wirklich so sein kann wie beschrieben. Zum Beispiel verwandelt sich Elitabeths Freundin langsam in eine Untote und keiner bemerkt es, obwohl es in dem Raum nur von Jäger und Kämpfer gegen die Zombies nur so wimmelt. Wurde bei ihrer Ausbildung vielleicht etwas falsch gemacht?
Ebenso haben mir die Kampfszenen nicht so gut gefallen wie erhofft. Ich liebe gute Kämpfe und fieber immer mit, so weit, dass ich beim Lesen auch bei einem Schlag zucke. Aber hier haben mich sie Szenen kalt gelassen. Permanent sprechen die Kämpfer wie Elizabeth und ihre Schwestern über Waffen und welche Techniken sie zum Töten in Asien von großen Meistern gelernt haben, aber dahinter verbirgt sich nicht viel. Die Dinge werden nur bei Namen genannt, aber eine ausführliche Beschreibung der Bewegungen oder was sie alles genau erlebt haben, fehlt. Deshalb konnte ich sie überhaupt nicht als Kämpferinnen sehen oder mich wie in einem Kampf um Leben und Tod fühlen. Das hat mich am meisten Enttäuscht.

Fazit:
Wer nicht nur auf eine einfache Liebesgeschichte lust hat und den altertümlichen Schreibstil mag, ist hier gar nicht so verkehrt, ebenso Jane Austin Fans, die einfach mal was Neues ausprobieren möchten. Spaß hat mir am meisten die sich wiedersprechenden gesellschaftlichen Normen gemacht, nur richtig überzeugt hat mich Stolz und Vorurteil und Zombies nicht.

Samstag, 13. August 2016

Nur eine Ewigkeit mit dir - Rezension

Lilly kann nicht mehr. Erst verliert sie ihre geliebte Mutter, dann macht ihr Freund Ben schluss. Es reicht. Um dem Schmerz und der Einsamkeit ein Ende zu setzten, will Lilly sich von der Brücke werfen, direkt ins liebliche Nichts. Doch kurz vor dem Sprung taucht Jonas auf und hält sie davon ab, indem er ihr ein Leben zeigt, dass um dem Zweiten Weltkrieg stattfand. Das Leben von Lene. Das frühere Leben von Lilly als Lene.

So beginnt die Geschichte von Nur eine Ewigkeit mit dir.
Jedes Kapitel wird von einer anderen Sicht aus erzählt, so dass man eine gute Einsicht auf die gesamte Situation erhält und die Figuren besser verstehen kann. Den Ton gibt die Gegenwart mit Lilly und Jonas an.

Obwohl es ihm verboten ist, täuscht Jonas zufällige Treffen vor, wo er versucht ihr näher zu kommen. Lilly blüht jedes Mal immer ein Stück weit mehr auf. Ihre Neugier wird wieder geweckt und sie will funktionieren und mehr über Lene und Paul erfahren, denn jede Begegnung an die beiden, reißt ihr den Boden unter den Füßen weg.

Lene und Paul sind ein verliebtes Pärchen, welche kurz vor dem Zweiten Weltkrieg leben. Früh hat auch Lene ihre Mutter verloren, doch die Liebe zu Paul gibt ihe Kraft. Aber es scheint aussichtslos zu sein, denn der Krieg rückt näher und verlangt nach jungen Soldaten.

Die Verknüpfung zwischen Gegenwart und Vergangenheit wird vom Dichter Ringelnatz unterstützt. Diese Art hat mir sehr gefallen und weil über das ganze Buch hinweg Gedichte verteilt sind, die auch wunderbar zur jeweiligen Situation passen, kann man den Dichter besser kennenlernen. Ebenso unterstützen die Gedichte den tiefen und philosophischen Stil der Autorin. Die kleinen Sätze, die plötzlich eine geballte Tiefe besitzen, waren wie Bonbons und ich habe mich über jeden einzelnen gefreut! Wenn die Autorin es schaffe, mehr Dialoge einzubauen, um die Geschichten auflockern und dabei punktuell philosophisch bleibt, werden umwerfende Werke entstehen, da bin ich mir sicher und ich kann es kaum erwarten!!